Trennung auf Zeit – Eine Chance für einen Neustart?

Bereits zwei Jahre nach ihrer Hochzeit trennten sich Caro und Wolfgang. Sie verließ ihn, wollte jedoch keine Scheidung. In den folgenden 15 Jahren trennte sich das Paar noch mehrfach und jedes Mal, so erzählt Caro, sei die Liebe neu entflammt und man sei voll Mut und neuer Zuversicht gewesen. Wolfgang versprach, geduldiger und rücksichtsvoller zu sein, und Caro wollte sich bemühen, toleranter ihm gegenüber zu werden.

Kann eine Trennung auf Zeit eine Beziehung retten? Viele Therapeuten sind der Meinung, dass eine Auszeit in einer schwierigen oder gar aussichtslosen Situation in der Beziehung durchaus erfolgreich sein kann.

Man gibt sich und dem Partner die Möglichkeit, sich zurück zu ziehen, sich klar zu werden darüber, was einem der andere noch bedeutet. Und es schafft den Freiraum, nach Streit und Frust wieder emotional zur Ruhe zu kommen.

Es funktioniert nach Meinung von vielen Paar-Therapeuten aber nur, wenn innerhalb der vereinbarten Trennungszeit auch wirklich Funkstille herrscht und am Ende ein klärendes Gespräch steht, dass zur Lösung des Konfliktes führt.

Offenbar gibt es keine Statistiken darüber, wie erfolgreich die Trennung auf Zeit ist und wie viele Paare diesen Weg gehen. Der Soziologieprofessor Oliver Aranz-Becker von der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg sagt, dass älteren Untersuchungen zufolge relativ wenig Paare nach einer Trennung wieder zusammen finden. Das kann aber auch daran liegen, dass nur wenige Paare den Mut haben, den Versuch einer Trennung auf Zeit zu wagen, um dadurch ihre Liebe zu retten.

Es ist ein riskantes Unterfangen, dessen Ausgang offen bleibt. Aber ein knappes Viertel aller Paare, die eine Beratung in Anspruch nehmen, weil eine Trennung unmittelbar bevor steht, lassen sich auf das Experiment ein.

Es gilt also, diese Zeit intensiv zu nutzen. Erforderlich sind auch klare Absprachen, was die Kommunikation in dieser Zeit anbetrifft. Keine Whatsapp-Nachrichten, keine „Was machst du gerade?“ SMS und kein nächtlicher Telefonterror, warnen die Experten.

Je unbefriedigender die Trennung von beiden Partnern wahrgenommen wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man wieder zueinander findet.

Viele Paare gehen aus einer solchen Trennung gestärkt hervor, andere wiederum zerbrechen.

„Mir ist vor allem die Beziehung zu unseren Kindern, die funktionierende Familie, wichtig“, sagt Caro. Deshalb wolle sie so lange an der Ehe festhalten wie möglich.

In dem Buch „Aus und Vorbei? Noch lange nicht!“ beschreibt der Beziehungsexperte Hans Georg Birkenfeld diese Phase der Trennung, auch wenn sie einseitig veranlasst wurde, als eine Schlüsselphase, wenn es darum geht, seinen Partner wieder zurück zu gewinnen. „Wer hier gravierende Fehler macht, läuft Gefahr, sein Ziel, die Wiedervereinigung sozusagen, zu verfehlen. Wer aber alles richtig macht, hat eine gute Chance, die Beziehung zu retten und nach der Trennung glücklicher zu werden, als zuvor!“

Ehemann und Ehefrau – Ein spannendes Verhältnis

Die Beziehung zwischen Mann und Frau ist bereits kompliziert genug, aber noch dynamischer ist die zwischen Eheleuten. Die Erfahrung zeigt, das eine Ehe auch dann funktionieren kann und Bestand hat, wenn nur einer der beiden eine Vorstellung davon hat, wie eine Ehe funtkioniert.
Die besten Chancen, damit eine Ehe eben nicht nur funktioniert, sonder auch eine gute
Ehe ist, erleben wir dann, wenn beide Partner wissen, wie eine Beziehung zwischen Ehepartnern am besten funktioniert und wie man Probleme in der Ehe meistert.

Ein wichtiger Schlüssel zu dem Geheimnis einer guten Ehe ist es, zu wissen und zu akzeptieren, dass Mann und Frau prinzipiell sehr unterschiedlich sind. Neben den physikalisch augenscheinlichen Unterschieden sind es die mentalen und emotionalen Unterschiede, die am in einer Beziehung noch wichtiger sind.

Stehen sie vor einem Problem oder einer Aufgabe, so gehen Männer und Frauen völlig anders an die Sache heran und betrachten sie von verschiedenen Blickwinkeln. Frauen sind eher geneigt, das Problem mit jemandem zu besprechen, und zwar in bekannt epischer Länge und Breite. Frauen lösen viele Probleme, indem sie darüber reden. Sie untersuchen alle möglichen Blick winkel und Aspekte und wie sie sich dabei jeweils fühlen. Nicht unähnlich einem Brainstorming, bei dem sich ja ebenfalls oft eine Lösung herausbildet. So bekommen sie vielleicht Rat und Tat von Freunden.

Männer hingegen sind eher schweigsam, wenn es um Probleme geht. Sie denken wesenlich mehr darüber nach, als sie darüber reden. Ein Mann brütet still vor sich hin und schweigt sich aus, bis er mit einer Lösung aufwartet.

In der Beziehung von Ehemann und Ehefrau stellt diese unterschiedliche Art der Problemlösung und der Herangehensweise bereits in sich ein Problem dar, eins der klassischen Probleme in der Ehe. Er denkt, sie redet eine Sache zu Tode, wenn Sie doch eher versuchen sollte, darüber nachzudenken. Sie denkt, die Sache interessiert ihn überhaupt nicht, weil er kein Wort darüber verliert. In Wahrheit beschäftigt er sich mit nichts anderem, redet darüber aber nicht.

Oft ist aber auch so, – und das kommt erschwerend hinzu – dass Frauen über eine Sache oder ein Problem reden, aber keinesfalls eine Lösung dafür suchen oder Hilfe und Rat wollen. Sie möchten einfach nur, dass jemand ihren Gedanken und ihrer Meinung zuhört. Wenn ein Mann über etwas redet mit einem Freund, dann erwartet er eine Anwort.

Frauen unter sich verstehen das. Wenn eine von ihnen nur einfach mal etwas loswerden möchte, über etwas reden möchte, unterstützen sie das. Sie sagen ihr nicht, was sie tun sollte, sie beteiligen sich einfach rege an der Unterhaltung und teilen die Gefühle.

Ein Mann hört sich die Sache an, überlegst und sagst ihr, wie man sie am besten löst, was sie tun sollte und wie man im Einzelnen vorgehen sollte. Er glaubt, sehr hilfsbereit reagiert zu haben und im Sinne der Gesprächspartnerin. Die Frau an seiner Seite jedoch denkt, er hört mir ja gar nicht zu und sagt jetzt was, damit das Gespräch zuende ist.

Natürlich sind nicht alle Mensche  genau so, es gibt Männer, die reden über ihre Probleme und Frauen, die sich ausschweigen. Aber im Allgemeinen verhalten sich die Geschlechter eben genau so. Es sind eben diese typische Verhaltensmuster, die man kennen und verstehen sollte. Dann nämlich kann man sich quasi einfangen, bevor man falsch reagiert. Dann kann man kurz nachdenken, was der Partner jetzt gerade von einem erwartet und was er braucht, und genau so reagieren. Alleine das macht eine Partnerschaft schon bedeutent stärker und angenehmer, da es jetzt zumindest ein Eheproblem weniger geben dürfte.

Hans Georg Birkenfeld, Autor von “Aus und Vorbei? Noch lange nicht!”

Wann es an der Zeit ist, eine Beziehung zu beenden

Wenn Sie sich bereits fragen, wann eine Beziehung besser beendet werden sollte,
stehen Sie vor einer harten Entscheidung.
Nachdem man so viel Zeit und Gefühl in eine andere Person investiert hat, ist es niemals
leicht, Auf Wiedersehen zu sagen. Das gilt für Beziehungen, die 3 Monate alt sind genaus so wie für die, die 3 Jahre oder länger dauerten.
Aber manchmal ist es gut zu wissen, wann eine Beziehung besser beendet werden sollte, weil es besser für beide ist.

Gerade wenn Sie die Person, mit der Sie zusammen sind, sehr lieben, fragen sie sich, ob
ein Ende der Beziehung die richtige Entscheidung ist, oder ob Sie nicht bleiben sollten und
versuchen sollten, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Sehr oft ist eine Beziehung
es schliesslich wert, es zumindest zu versuchen und darum zu kämpfen.

Viele Menschen geben ihre Beziehung auf, bevor Sie richtig versucht haben, diese wieder
zu retten. Weil es nicht einfach ist. Daher werfen Sie das Handtuch, anstatt an den Problemen zu arbeiten. Das ist oft eine unglückliche Wahl, denn viele Menschen könnten immer noch glücklich miteinander leben, wenn Sie keine Angst davor gehabt hätten, es zu versuchen. Ja, der Versuch, eine angeschlagene Beziehung wieder herzustellen, kann schmerzvoll sein, aber wenn am Ende eine Ehe oder eine Beziehung wieder glücklich wird, ist es jeden Schmerz wert, finde ich.

Andere Menschen wiederum haben Probleme über Probleme in der Beziehung und arbeiten an jedem einzelnen davon, wenn viele Umstehende schon denken, dass sie doch besser dran wären, wenn sie diese aufgäben. Es scheint, als bekämen sie nie genug vom Versuch. Der Partner betrügt sie ständig und immer wieder nehmen sie ihn zurück. Oder der Partner enttäuscht sie immer wieder mit anderem schlechten Benehmen.

Es scheint, als wüssten manche nicht, wie man eine Beziehung beendet. Oft ist es die Angst davor, alleine zu sein, die sie daran hindert, einen Schlussstrich zu ziehen.

Aber es gibt ganz eindeutige Anzeichen dafür, wann man eine Beziehung beenden sollte. Ist der Partner ständig ausfallend und beleidigend und man kann von Mißbrauch und von Mißhandlungen reden, sollte man die Beziehung beenden, dafür gibt es keine Entschuldigung mehr. Wenn Sie sich nicht mehr sicher fühlen in Ihrem eigenen Heim, sollten Sie gehen. Sofort.

Andere Dinge sind weniger eindeutig. Hat Ihr Partner Sie betrogen? Muss das immer das Ende der Ehe oder der Beziehung bedeuten? Man kann darüber hinwegkommen, ein weiter Weg, aber wenn es eine einmalige Sache war, und die Reue ist echt, kann aus dem Fehler sogar eine engere Beziehung werden, als vor dem Vorfall.

Sehr oft allerdings kommt man über den Vertrauensbruch nicht hinweg. Selbst wenn es nie wieder geschehen sollte, für den, der betrogen wurde, ist es sehr schwer, wieder Vertrauen zu fassen. Und Vertrauen ist nun einmal die Basis einer jeden Beziehung. Und derjenige, der betrogen hat, hat vielleicht eines Tages genug von der ständigen Kontrolle, dem Mißtrauen und dem eigenen Schuldgefühl.

Es ist keine leichte Entscheidung. Sie müssen sich zusammen setzen und über alles reden. Über den oder die Gründe, die zu der Affäre geführt haben. Sie müssen über Vertrauen reden und über die Angst, dass es wieder passieren könnte. Alles muss auf den Tisch und es muss eine offene und ehrliche Ausspreche geben.

Was ist, wenn Sie selbst kurz vor einer Affäre stehen? Sie fühlen ein starkes Verlangen, mit jemandem anderen zusammen zu sein, sollten Sie deswegen die jetzige Beziehung beenden? Solche Gefühle sind normal, viele von uns haben Phantasien, mit jemandem anderen Sex zu haben, ohne jemals Ernst damit zu machen.
Wenn Sie aber ständig das Gefühl haben, mit der anderen Person besser dran zu sein, so ist das vielleicht wirklich so. Wenn man jung ist und die aktuelle Beziehung ebenfalls, fällt
die Entscheidung oft nicht schwer, schliesslich hält sich der Verlust in Grenzen, und die
meisten von uns haben mehrere mehr oder weniger ernsthafte Beziehungen durchlaufen, bevor sie sich ernsthaft gebunden hatten.

Wenn Sie Ihren Partner lieben und versucht haben, die Dinge zu ordnen, gehen Sie einen Schritt zurück, um eine objetivere Perspektive zu erhalten. Was haben Sie denn alles unternommen, um die alte Beziehung aufrecht zu erhalten? Wie lange schon? Es ist nicht leicht, genau zu sagen und zu sehen, wenn eine Beziehung besser beendet werden sollte.
Aber wenn Sie die Gewissheit haben, alles versucht zu haben und es funtioniert einfach immer noch nicht, dann ist es vielleicht an der Zeit, einen gesunden Schlussstrich zu ziehen und zu gehen.

Wenn Sie aber unsicher sind und die Beziehung vor Ihren Augen in die Brüche zu gehen droht, sollten Sie mein Buch “Aus und Vorbei? Noch lange nicht” lesen. Hier sind erprobte und funktionierende Strategien beschrieben, wie Sie eine Beziehung retten können, von der Sie überzeugt sind, dass es sich lohnt, darum zu kämpfen.

Hans Georg Birkenfeld

Die Trennung droht – Wege aus der Krise

Die Dinge laufen zurzeit nicht gut in Deiner Beziehung, aber Du möchtest sie auf keinen Fall beenden. Was kannst Du tun? Wenn Du die Scheidung nicht willst, gibt es Dinge, die Du tun kannst, um die Krise zu stoppen.

Diese Tipps funktionieren nicht in jeder Situation, einige Beziehungen sind dazu einfach schon zu weit zerstört. Aber in den meisten Beziehungen kündigen sich solch drastische Schritte lange vorher an, bevor man sich vor dem Scheidungsrichter wiedersieht.

Wenn Du die Scheidung nicht willst, aber Dein Partner, versuche ruhig zu bleiben für eine Weile. Es ist besser, einmal nichts zu sagen. Hör auf, Dich zu beschweren und hör auf, zu jammern. Das Schlimmste, was Du jetzt tun kannst, ist ständig damit anzufangen, dass Du ja die Trennung gar nicht willst.

Natürlich musst Du Deinen Partner wissen lassen, dass Du die Trennung auf keinen Fall willst. Und das ist so ziemlich alles, was Du tun kannst. Vielleicht noch ihn (oder sie) daran erinnern, dass viele Paare und Beziehungen Schwierigkeiten haben können und die meisten davon trotzdem noch zusammen sind. Aber Du solltest Deinen Standpunkt nur einmal klar machen!

Wenn Du einfach nicht aufhörst damit, wie sehr Du zusammen bleiben möchtest mit Deinem Partner, umso mehr gehst Du ihm auf die Nerven, und umso weniger Gefallen wird er an der Option finden, mit Dir zusammen zu bleiben. Der Punkt ist es, Dich für Ihn –oder sie – begehrenswert zu machen!

Es ist nun einmal sehr unwahrscheinlich, dass Dich jemand begehrenswert und liebenswürdig findet, wenn Du ständig am Jammern bist und am Klagen. Vielleicht war dies ja einer der Gründe, warum es zu den Spannungen und der Krise gekommen ist?!

In diesem Fall ist es am besten, sich dem Partner von seiner bestmöglichen Seite zu zeigen. Erinnere Dich daran, wie es war, als ihr angefangen habt, zusammen auszugehen; auch damals hast Du Dich von Deiner besten Seite gezeigt. Das tut jeder, der das Herz eines Menschen gewinnen möchte. Dann allerdings, nachdem das Herz erobert und gewonnen ist und die Dinge sich etwas abgekühlt haben, wenn es keinen Grund mehr gibt, mit anderen zu konkurrieren, dann beginnt oft die Tendenz, zu nörgeln, zu jammern und sich zu beschweren.

Das muss nun sofort aufhören. Versuche, Dich wieder in den Dating Modus zu versetzen, in die Zeit der Werbung und der ersten Verliebtheit. Das macht oft einen solch großen Unterschied dazu, wie die Dinge gerade laufen, dass alleine diese Verhaltensänderung oft wahre Wunder bewirkt.

Es gilt in einer Beziehung, auch verträglich zu sein, kompromissbereit und einfach liebenswürdig. Wir tendieren dazu, einen festen Partner als gegeben hinzunehmen. Wenn dieser dann etwas tut oder sagt, mit dem wir nicht einverstanden sind oder was uns unglücklich macht, dann tun wir dies auch kund. Tun wir das allerdings zu häufig, kann das für den Partner so aussehen, als könne er oder sie Dir gar nichts recht machen!

Wenn Du eine lang anhaltende Beziehung willst, und keine Trennung, dann solltest Du lernen, Deinem Partner zuzustimmen, auch wenn Du nicht immer seiner Meinung bist. Das klingt extrem und nach Selbstverleugnung, aber denke daran, jetzt befindest Du Dich im Rettungsmodus! Jetzt gilt es, alles dafür zu tun, dass die Beziehung hält. Das bedeutet natürlich nicht, nie wieder eine eigene Meinung haben zu können.

Versetze Dich zurück in den Dating Modus, jammere nicht rum, unterstütze Deinen Partner, wo immer es geht und tu dies mit einem Lächeln im Gesicht. Wenn Du die Trennung vermeiden möchtest, musst Du Dir ein wenig Mühe geben.

Hans Georg Birkenfeld hat in seinem Amazon Bestsellter “Aus und Vorbei? Noch lange nicht!” genau beschrieben, wie man auch in schwierigen Fällen eine Beziehung wieder retten kann!

Rat bei Beziehungsproblemen: Ich würde ihn gerne verlassen, aber ich kann nicht!

Eine Leserin unseres Blogs schrieb uns:

Mein Mann und ich kennen uns nun seit über zwanzig Jahren. Wir waren in der Vergangenheit bereits mehrfach getrennt bevor wir uns dazu entschlossen haben, zusammen zu bleiben und Kinder zu haben. Wir sind jetzt seit neun Jahren verheiratet und haben drei Kinder. Wir arbeiten beide Vollzeit. Mein Problem ist es jetzt, das ich ihn einfach nicht mehr liebe. Ich genieße die Zeit, in der mein Mann nicht zuhause ist. Ich kann seine Art von Humor nicht mehr ausstehen, und Sex hatten wir schon seit Jahren nicht mehr. Wir reden seit einen Jahr darüber und haben auch versucht, unsere Ehe zu verbessern und die Beziehungsprobleme zu lösen. Wir haben wieder angefangen, Dinge gemeinsam zu unternehmen und er ist auch etwas aufmerksamer geworden mir gegenüber. Aber ich kann immer noch seine innere Ablehnung fühlen. Ich kann nicht einmal mehr seine Umarmungen genießen und versuche, sie zu vermeiden. Um der Kinder willen habe ich jedoch beschlossen, zu bleiben. Jetzt fühle ich mich richtiggehend gefangen in der Ehe. Gibt es noch Hoffnung für mich, einen Weg zurück zu einer normalen Ehe zu finden? Wäre es nicht wegen der Kinder, hätte ich ihn schon lange verlassen, aber ich möchte die Kinder nicht verletzen. Können Sie mir einen Rat geben?

Meine Antwort:

Für viele Menschen, meist die Frauen, sind die gemeinsamen Kinder der Hauptgrund, in einer Beziehung zu verbleiben, auch wenn diese nur noch auf dem Papier bestehen sollte. Viele haben selbst die Erfahrung gemacht, wie es sich als Scheidungskind anfühlt. Diese Erfahrung wollen sie ihren Kindern ersparen, koste es was es wolle. Sie fragen sich dann, ab welchem Zeitpunkt sie das Recht zur Trennung haben. Diese Frage ist natürlich sehr schwer zu beantworten. Sie müssen selbst für sich entscheiden, ob Sie in der Beziehung weiterleben wollen, und ob es überhaupt möglich ist. Sie erwähnten ja schon mehrere Trennungen in Ihrer Beziehung. Sie haben offenbar auch versucht, die Situation selbst zu verbessern, die Liebe wieder auferstehen zu lassen, offenbar ohne Erfolg. Sie erwähnen auch, schon lange nicht mehr intim gewesen zu sein mit Ihrem Mann, und dass Sie schon eine einfache Umarmung als unangenehm empfinden und diese zu vermeiden versuchen.

Es gibt Menschen, die beschließen, zusammen zu bleiben als gute Freunde und das gemeinsame Ziel, die Erziehung der Kinder, auch gemeinsam zu verfolgen. Eine solche Konstellation hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn die Entscheidung dazu gemeinsam getroffen worden ist. Das bedeutet, Sie und Ihr Mann damit einverstanden sind und zufrieden mit der Situation. Sie beide müssen dann natürlich Abstriche machen und ihre Erwartungen zurückfahren. Gleichermaßen können aber das gegenseitige Vertrauen, der Sicherheitsaspekt, Respekt und Verlässlichkeit weiterhin bestehen bleiben. Dann sollte man eine solche Entscheidung auch nicht als Verrat an der Beziehung sehen, sondern als freiwillige Entscheidung, mit der beide und die Kinder leben können.

Zurzeit haben Sie die schlechteste aller Optionen gewählt. Sie bleiben in der Ehe, wegen der Kinder, und verurteilen sich selbst dafür. Wenn Sie bleiben wollen, sollten Sie sich nicht unter Druck setzen, um die Liebe wieder zu erwecken. Versuchen Sie, sich auf die positiven Seiten Ihres Partners zu konzentrieren. Vielleicht kann er sich ja noch ein wenig bewegen in die richtige Richtung! Sehen Sie sich die Dinge an, die Sie verärgern und frustrieren und versuchen Sie, ob Sie diese nicht vergeben können oder zumindest ignorieren.

Wollen Sie dennoch die Familie verlassen, geben Sie sich selbst das Recht dazu! Ihre Kinder werden lernen, mit der Trennung umzugehen. Es liegt an Ihnen, die Bedingungen der Trennung in Hinblick auf die Kinder zu definieren. Dazu gehören Besuchsrechte usw, damit es für die Kinder nicht noch schlimmer wird.

In Ihrem Fall würde ich auch gerne zu einer Paartherapie raten. Eheberater haben meist einen objektiven Blick auf die Beziehung und vermögen oft, entscheidende Hilfestellung zu geben.

Hans Georg Birkenfeld ist Autor des Kindle Bestsellers „Aus und Vorbei? Noch lange nicht!“ in dem er Strategien und Ratschläge bereithält für Beziehungskrisen, und wie man eine Beziehung auch in schwierigen Situationen wieder retten kann.

Sie müssen mit Ihrem Partner reden!

Sobald Sie merken, dass etwas schief läuft in Ihrer Beziehung, und spätestens, wenn die Krise offen zutage tritt, müssen Sie einen Strich ziehen und sich selbst ein paar Fragen stellen:

Warum möchte ich / möchstest Du mit mir zusammen sein? Reden Sie über Ihre Wünsche und Ihre Vorstellungen: Was möchte ich? Was muss sich ändern? Was sollte sich Deiner Meinung nach ändern?

Versuchen Sie hierbei, sich deutlich auszudrücken und nicht um den heissen Brei herumzureden. Kommen Sie zum Punkt und vermeiden Sie endlose Tiraden! Vermeiden Sie es, Ihrem Partner bei diesem Gespräch Vorwürfe zu machen und ihn – oder sie – anzugreifen. Versuchen Sie einmal zu verstehen, warum er oder sie sich offenbar so sehr geändert haben. Suchen Sie dabei auch ernsthaft und ehrlich nach eigenen Fehlern, die für die jetzige Situation verantwortlich sein könnten.

Sie müssen deutlich werden lassen, dass Sie sich eine Änderung an seinem Verhalten wünschen, nicht etwa, um ihn zu gängeln und nieder zu machen, sondern weil Sie ihn lieben und glücklich sein möchten mit ihm!

Erinnern Sie sich und reden Sie über die schönen Momente, die Sie gemeinsam mit ihm verbracht haben. Das motiviert dazu, sich den Zustand der Beziehung einmal deutlich vor Augen zu halten.

Was könnte sich als hilfreich erweisen in den täglichen Routinen?

  • Versuchen Sie, in der Woche einen Tag oder besser einen Abend freizumachen für Ihren Partner, ohne TV und ohne die Kinder.
  • Nehmen Sie wieder gemeinsame Aktivitäten auf oder sehen Sie sich nach geeigneten Möglichkeiten um! Dinge, die ihnen gemeinsam Spaß machen und die sie gerne tun!
  • Versuchen Sie, öfter einmal die Dinge auszusprechen, die Sie stören. Reden Sie öfter darüber, wie sie sich fühlen.

Eine andere gute Idee ist es, einmal im Monat eine Nacht für den anderen zu planen. Planen Sie etwas, von dem Sie wissen, dass es Ihrem Partner bestimmt Freude machen wird. Das bedeutet natürlich, sich vorher darüber Gedanken machen zu müssen! Und beim nächsten Mal ist es dann anders herum, Ihr Partner muss einen Abend für Sie planen. Planen Sie den Abend in der Stadt oder zuhause, mit allem drum und dran.

 Testen Sie ihre Kommunikationsfähigkeiten

1. Ihr Partner versteckt sich hinter der Zeitung oder vor dem Fernseher, sitzt in seinem Arbeitszimmer vor dem Computer die ganze Zeit, ohne Sie?

2. Ihr Partner lacht und scherzt, wenn Sie mit Freunden zusammen sind, aber nicht mehr mit Ihnen?

3. Sobald etwas zu einem Streit eskalieren könnte, verschwindet er?

4. Ihr Partner lässt sich offensichtlich gehen und schert sich nicht mehr um sein Äußeres und seine Erscheinung?

5. Sie freuen sich nicht mehr darauf, ihn abends wiederzusehen, und versuchen sogar eher, ihm aus dem Weg zu gehen?

6. Sie haben das Gefühl, dass er mit seinen Freunden seine Situtation bespricht, aber nicht mit Ihnen?

7. Sex ist zum Fremdwort geworden und findet nicht mehr statt?

8. Es ist ihm offenbar auch egal, wie Sie aussehen?

9. Es scheint, als hätten Sie gar keine Gemeinsamkeiten mehr, weder Freunde noch Hobbies?

10. Sie reden nur noch über tägliche Abläufe und über Probleme?

11. Ihr Partner hat Ihren Geburtstag vergessen oder Ihren Jahrestag?

12. Sie hören schon lange keine Komplimente mehr von Ihm?

13. Ihr Partner redet noch nicht einmal über Probleme im Büro mit Ihnen oder über seine Karriere?

14, Ihre Meinung, Ihre Probleme und Gefühle interessieren ihn nicht mehr?

Ergebnis

Wenn Sie auch nur bei fünf Fragen zustimmen könnten, so ist es höchste Zeit, eine Pause einzulegen und sich Gedanken zu machen. Sie müssen auf jeden Fall schnellstens ein Gespräch führen mit Ihrem Partner! Ihre Beziehung und Ihre Liebe sind in höchster Gefahr!

Hans Georg Birkenfeld hat in seinen Büchern zu Beziehungsproblemen eine Reihe von Lösungen und Strategien beschrieben. In seinem E-Buch „Aus und Vorbei? Noch lange nicht!“ erfahren Sie, wie Sie auch in schwierigen Situationen Ihre Beziehungsprobleme in den Griff bekommen. Kaufen Sie „Aus und Vorbei? Noch lange nicht!“, schreiben Sie eine Email an hgbirkenfeld@ausundvorbei.org und wir senden Ihnen den Ratgeber „Kleine Aufmerksamkeiten“ kostenlos als E-Book zu!

Beziehungskrise: Bleiben oder Gehen?

Von den ursprünglichen Gefühlen für Deinen Partner ist nichts mehr vorhanden. Nun sitzen wir da und stellen uns die Frage aller Fragen: Bleiben oder Gehen? Das Herz sagt uns: Geh! Aber unser Verstand sagt: Bleib! Weil, das, was Du hier hast, ist besser als gar nichts. Oder ist der Rasen wirklich grüner auf der anderen Seite?

Alles begann mit den besten Vorsätzen. Wir schworen uns ewige Liebe, bis das der Tod uns scheidet. Wir fühlten das Verlangen nach dem anderen und wollten ihn nicht für eine Minute missen. Wir waren verrückt nach den Berührungen und wollten dem Partner immer nahe sein. Wir wollten auch alles über ihn wissen und wir unterhielten uns stundenlang. Wir fühlten uns geliebt, gewollt und respektiert.

Und heute? Wir sitzen uns schweigend gegenüber beim Essen und streiten uns höchstens einmal wegen einer Kleinigkeit. Seine Stärke, die Du einst als etwas wunderbares und tolles empfunden hast, geht Dir heute nur noch auf die Nerven. Sexuelles Verlangen ist nicht mehr mess- und fühlbar. Wir nehmen uns nicht mehr die Zeit für ein kleines Gespräch und um uns nahe zu sein. Wir streiten nur noch, um unserer Meinung Geltung zu verschaffen und unterhalten uns nur noch, um einen Streit zu gewinnen. Einfache Fragen, wie: „Wann kommst Du heute nachhause?“ können sich leicht zu einem bitteren Streitgespräch entwickeln. Du hast Dich bereits dabei beobachten können, dass Du auf diese Frage fast geantwortet hättest: Was geht es Dich an, wann ich nach Hause komme?!

Die Kardinalfrage: “Sollte ich gehen oder bleiben?” “Sollte ich nicht endlich Schluss machen?” drängt sich Dir förmlich auf. Du denkst darüber nach, wie es wäre, wenn ihr getrennte Wege gehen würdet. Einige Dinge wären mit Sicherheit einfacher, oder? Andererseits…Wir müssten uns eine neue Wohnung suchen, neue Möbel kaufen oder um die gemeinsamen streiten, wir hätten weniger Geld, wir würden viele gemeinsame Freunde verlieren usw. usw.

Indem wir uns diese Konsequenzen einer Trennung nur vor Augen führen, kommen viele von uns zu dem Schluss, ach, was soll’s, dann bleib’ ich halt. Wir bleiben bei unserem Polo und träumen weiter von der S-Klasse.

Wie können wir zu einer Entscheidung kommen?
Vielleicht hilft der folgende Test. Du wirst Antworten auf Fragen wie diese finden: “Soll ich weiter an dieser Beziehung leiden oder einfach aufgeben, oder sollte ich um meine Beziehung kämpfen?

– Nutze Deine Vorstellungskraft und unternimm eine kleine Reise in Deiner Phantasie:
Versuche Dir vorzustellen, wie Du Dich in zehn Jahren siehst, wenn Du mit Deinem Partner zusammen bleibst.

  • Wie würde Dein Alltag aussehen?
  • Wie würdest Du dich fühlen, wenn Du bleibst und ihr seid noch zusammen?
  • Wie steht es mit Deinem Selbstbewusstsein?
  • Was ist mit Deinen Freunden?
  • Was würde Euch beiden denn noch Freude machen und Spaß?
  • Welche Pläne und Ziele habt ihr bis dahin realisiert und verwirklicht?
  • Welche wichtigen Pläne würden nicht verwirklicht worden sein bis dahin?
  • Was würdest Du von Deinem Partner bekommen, das gut für Dich ist und was Du brauchst?
  • Welche von Deinen Plänen und Zielen würdest Du aufgeben müssen wegen Deinem Partner?

Nun versuche Dir vorzustellen, wie Dein Leben in zehn Jahren aussehen würde, wenn Du heute beschließen würdest, zu gehen.

  • Wie würde Dein Alltag wahrscheinlich aussehen?
  • Wie würdest Du Dich fühlen?
  • Wie sieht es aus mit Deinem Selbstwertgefühl?
  • Was ist mit Deinen Freunden?
  • Hättest Du Deinen Job gewechselt oder Karriere gemacht?
  • Wo würdest Du wohnen und leben?
  • Welche Art von Aktivitäten würdest Du aufnehmen oder wieder aufnehmen oder aber ablegen, weil Du Dich getrennt hast von Deinem Partner?

Kämpfe um Deine Beziehung!
Erstelle Dir eine Art Inventur Deiner Beziehung: Schreibe Dir auf, wie in Deinen Augen eine ideale Partnerschaft oder Ehe aussehen sollte. Wie weit bist Du diesem Ideal entfernt? Was kann ich selbst für eine gute Beziehung aufgeben dafür und was auf keinen Fall? Denke ernsthaft über eine Eheberatung nach! Und vor allem, rede mit Deinem Partner über Dich und Deine Bedürfnisse. Kann gut sein, dass er keine Ahnung von Deinen Vorstellungen einer guten Ehe oder Partnerschaft hat und Diene Ideale und Deine Wünsche gar nicht kennt, oder er diese einfach nur vergessen hat.
Das Wichtigste an einer guten Beziehung ist, dass man miteinander redet, täglich. Dass man frühzeitig auf Missstände hinweist und die Weichen stellt, damit der Zug nicht doch noch entgleist, obwohl die Reise doch so schön begonnen hatte…

Hans Georg Birkenfeld hat in seinem EBook “Aus und Vorbei? Noch lange nicht!” anschaulich beschrieben, wie man auch in aussichtslos erscheinenden Situationen eine Beziehung wieder retten kann.

Anzeichen von Untreue bei Deinem Mann

Keine Frau möchte glauben, dass ihr Mann sie betrügt. Auf der anderen Seite wissen die meisten Frauen, wenn es passiert, oder sie haben zumindest ein Gefühl dafür, wenn etwas in diese Richtung läuft. Ob Du es vor Dir selbst wahr haben willst oder nicht, es ist immer besser, zu wissen, was los ist, damit Du eine Entscheidung treffen kannst, wie Du damit umgehen willst. Im folgenden habe ich einige Anzeichen zusammen gestellt, auf die Du achten solltest.

Er wird zunehmend kritischer und nörgelt
Wenn sich Dein Mann, der bislang sehr umgänglich war und eher gutmütig, zu einem Deiner schärfsten Kritiker ändert, so ist das oft seine Art, mit der Schuld fertig zu werden, die er auf sich geladen hat. Oder er vergleicht Dich ständig mit einer anderen Frau. Männer suchen nach Fehlern bei ihren Frauen, um die Affäre, die sie haben, zu rechtfertigen, um so ihr Gewissen etwas zu beruhigen.

Er verbringt wesentlich mehr Zeit ausser Haus
Dein Mann muss plötzlich oft Überstungen machen, er geht ständig nach der Arbeit ins Fitness Studio, oder entwickelt ein enormes Interesse an Hobbies, die Dir bisher nicht bekannt waren. Dann muss er verreisen, bleibt über nacht bei einem Freund, weil er zuviel getrunken hat. Wenn sich all dies relativ schnell entwickelt hat, so verbringt er diese Zeiten wohl eher nicht bei einem Freund, sondern mit einer anderen Frau!

Du weisst oft nicht, wo er sich gerade aufhält
Wir leben in einer Zeit der ständigen Erreichbarkeit. Wir haben Smart Phones, Laptops und andere technologische Geräte und sind daher niemals längere Zeit vom Radar verschwunden, es sei denn, wir wollen es so. Besonders, wenn sich die Zeiten, in denen er unerreichbar ist, als regelmäßige Zeiten erweisen, so geschieht dies mit Sicherheit absichtlich. Das kann ein Anzeichen sein für ein echtes Problem in Deiner Ehe oder der Partnerschaft.

Seine sexuellen Preferenzen ändern sich
Das zeigt sich entweder in einer Dürrezeit im Ehebett oder in einer ungewöhnlichen Steigerung der Beischlaffrequenz, wenn ich das einmal so nennen darf. Es scheint so, als wolle er somit sein außereheliches Verhalten kompensieren, damit Du Dich nicht fragst, warum er plötzlich so gar kein Interesse mehr hat an Intimitäten.

Er erwähnt nun häufiger eine bestimme Frau im Gespräch
Wenn er häufig eine andere Frau ins Gespräch bringt, so deshalb, weil er an sie denkt. Das mag eine neue Mitarbeiterin sein im Büro, oder eine alte Bekannte, die wieder aufgetaucht ist. Das alleine schon ist Anlass zur Sorge, aber noch nicht notwendigerweise Anlass zur Panik. Oft denken Männer nur daran, eine Affäre zu haben mit einer anderen Frau, sie geht ihm im Kopf herum. Wenn dann diese Frau dann plötzlich gar nicht mehr erwähnt, dann solltest Du Dir Gedanken machen.

Zu wissen, was in seinem Kopf vorgeht ist die halbe Miete. Wenn Du die Anzeichen einer Affäre siehst, ist es möglich, sie zu stoppen oder gar zu verhindern. Dazu musst Du ihn damit konfrontieren.

Noch ist nicht alles verloren. Wie man auch nach einer Affäre eine Beziehung oder eine Ehe weiterführen kann, hat Hans Georg Brikenfeld in seinem Kindle Bestseller “Aus und Vorbei? Noch lange nicht!” ausführlich beschrieben.

 

Bist Du zu verträglich, zu liebenswürdig?

Die meisten meiner Leser werden sich sicherlich fragen, ob man überhaupt einen Partner haben kann, der zu annehmlich ist, zu verträglich und zu gefällig. Jeder, der einmal in einer Partnerschaft war, weiss, dass sich die beiden unterschiedlichen Charaktere und Persönlichkeiten auch mal auf die Nerven gehen können. Es ist eine alte Lebensweisheit, wo zwei Menschen sozusagen den gleichen Raum bewohnen, da wird es unweigerlich zu Überschreitungen von Grenzen kommen, zu Verletzungen von Gefühlen und zu Ausbrüchen emotionaler Art. Die Menschen, die man am meisten liebt, treiben einen oft am häufigsten in den Wahnsinn.

Ein kleiner Streit wäre in einer solchen Situation die normale Antwort. In Einzelfällen fliegen auch schon mal die Teller oder sonstige losen Gegenstände. Ein solcher Streit eskaliert schnell, wird hitzig geführt und endet genau so oft im Bett, wo man sich wieder leidenschaftlich verträgt! Es ist normal, sich zu streiten, ja sogar natürlich. Nicht natürlich ist es hingegen, in einer Beziehung niemals zu streiten und immer zuzustimmen. Streitereien sind wichtige Werkzeuge in einer Beziehung. Sie sorgen dafür, dass Dampf abgelassen werden kann. Hier findest Du einige Gründe, die für den kleinen Streit sprechen:

Ein Streitgespräch klärt die Luft
Sie zeigen dem Partner genau, wie man sich fühlt. In einer Beziehung, in der nie gestritten wird, ist es oft der erste Streit, der die ganze angestaute Frustration herausläßt, die Verletzungen und den Ärger, mit dem Ergebnis, das der erste Streit oft auch der letzte ist und die Beziehung daran zugrunde geht. Streitgespräche klären die Fronten, sie zeigen dem anderen die jeweilige Position, zeigen, dass man nun verletzt ist und das man den Grund für den Streit doch in Zukunft auch vermeiden könnte!

Ein Streit zeigt Anteilnahme an der Beziehung
Und bringen ein gewisses Mass an Aufregung in die Partnerschaft. Sie zeigen Deinem Partner, dass Du da bist, wo Du stehst und dass Du nichts zurück hälst. Sie zeigen Deinem Partner auch, dass Du mit aller Leidenschaft in der Beziehung dabei bist, das sie Dir wichtig ist. Sie dient zum Teil sogar als Gradmesser für das jeweilige Engagement in der Beziehung, und Streiteien sind als solches wertvolle Instrumente, um festzustellen, wie sehr der andere an der Beziehung überhaupt interessiert ist.

Ein Streit setzt wichtige Massregeln und Grenzen für beide
Wir alle kennen die sensiblen Themen aus Religion und Politik, die man lieber nicht diskutieren sollte. Das gleiche gilt für Beziehungen. Die Themen hier sind nicht so klar definiert wie Religion oder Politik. Hier geht es eher um Themen wie Kochen, technische Fähigkeiten, Familie und Freunde, über die man mächtig in Wallung geraten kann. Könnt ihr euch daran erinnern, wie Jill aus “Hört mal, wer da hämmert” nach Tims Versuchen, im Haushalt etwas zu reparieren, immer ohne großes Aufheben einen Profi anrief, der die Dinge dann in Ordnung brachte?
Wenn erst einmal die wunden Punkte definiert sind, nach einem ersten Streit darüber, so weiss man, welche Themen in Zukunft besser vermieden werden sollten. Manchmal muss man eben zustimmen, nicht zuzustimmen. Aber wenn Du Deinen Partner nie wissen lääst, wie Du über gewisse Dinge denkst und fühlst und wie wichtig sie für Dich sind, dann wird er eben ständig damit eine Diskussion beginnen und diese wird für ständigen Ärger sorgen. Wenn Du nicht sagst, was Du worüber denkst und fühlst, wird Dein Partner davon ausgehen, dass Du seiner Meinung bist und zustimmst zu dem, was er sagt.

Lass also den ersten Streit nicht der letzte sein in Deiner Beziehung. Lerne, Deine Meinung zu äußern auch zu sensiblen Themen, damit Dein Partner weiss, wie Du darüber denkst und fühlst. Noch wichtiger ist es, zu lernen, ein Streitgespräch fair zu führen, damit es eine konkstruktive Richtung nimmt und keine destruktive.

Ist es möglich, Deine Ehe nach einem Seitensprung Deines Mannes zu retten?

Für viele Frauen ist ein Seitensrpung ihres Mannes wie die berühmte Rote Linie, die überschritten wurde. Es ist für diese Frauen ein solcher Vertrauensbruch und ein solch schwerwiegender Betrug an der Liebe, dass sie einfach nicht darüber hinweg kommen können. Es ist ein Verbrechen gegen die Ehe, das viele Frauen weder vergeben noch vergessen können. Auf der anderen Seite gibt es die Frauen, die glauben, dass eine Ehe stark genug sein müsste, um auch in schlechtem Wetter und in schweren Stürmen bestehen zu können. Inklusive des Hurrikanes der Stärke 5, den wir Untreue nennen. Aber es gibt da einige Dinge, die Du wissen solltest, bevor Du es versuchen willst.

Aus und Vorbei? Noch lange nicht!

Biete ihm keinen Freifahrschein!
Selbst wenn Du bereit sein solltest, darüber hinweg zu kommen, so darf damit auf keinen Fall ein Freifahrschein erteilt werden, wenn es um die Untreue geht! Er muss verstehen, dass Untreue in der Ehe Konsequenzen nach sich zieht und dass Du nicht gewillt bist, diese so einfach zu tolerieren. Du musst gewisse Grundregeln einführen für jetzt und für die Zukunft. Es muss klar sein, dass dies das erste und das letzte Mal ist, dass Du bereit bist, es weiterhin mit ihm zu versuchen. Natürlich muss die Affäre beendet sein, wenn es noch Hoffnung für die Ehe geben sollte.

Stelle keine Fragen, auf die Du nicht unbedingt eine Antwort brauchst
Du kannst das Messer noch tiefer in Dein Herz sinken lassen, indem Du darauf bestehst, auch die letzten intimen Details der Affäre erfahren zu müssen. Oder Du entscheidest Dich dafür, das diese Details nicht wirklich wichtig sind, um über die Untreue hinweg zu kommen. In den meisten Fällen sollte dies der bessere Ansatz sein. Diese Details könnten Dich ewig beschäftigen und Dir ewig im Weg stehen. Wenn Du Dich schon dazu entscheidest, mit der Untreue zu leben, diese zu verzeihen und zu vergessen (soweit dies möglich ist), dann solltest Du Deine Anstrengungen auch besser auf die gemeinsame Zukunft richten und daran arbeiten, anstatt Dich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Lass diese so schnell wie möglich hinter Dir!

Sein schlechtes Benehmen sollte auf keinen Fall Dein Selbstvertrauen untergraben
Viele Frauen suchen in sich die Schuld dafür, dass ihr Mann sie betrogen hat. Aber es war er, der untreu geworden ist! Es geht nicht um mehr Sex, um eine schmalere Hüfte oder einen größeren Busen! Es geht auch nicht darum, dass die andere ihn besser verstehen würde! Egal, welche Entschuldigungen die Männer aufbringen, um ihre Untreue zu erklären, es ist nicht Deine Schuld! Du kannst Dir hunderte von Vorwürfen machen, was Du hättest tun können, es ändert nichts an dem Geschehenen. Was Du hingegen tun solltest, ist Dich darauf zu konzentrieren, dass so etwas in der Zukunft nicht mehr vorkommen kann.

Zunächst musst Du Dir aber die Frage stellen, ob Du wirklich möchtest, dass es wieder funktioniert mit Deiner Ehe. Einige Frauen können es “abhaken” und damit leben, einige nicht. Diese Entscheidung musst Du jetzt fällen, oder Du bereust sie vielleicht später. Denke gut nach, bevor Du agierst. Egal, wieviel Zeit Du dafür brauchen solltest. Mach Dir in Ruhe klar, wie Du Dich fühlst, und wie Du damit weiter leben kannst.

Ich kenne mehrere Fälle, in denen ein Seitensprung im Nachhinein zu einer sogar tieferen und erfolgreicheren Beziehung geführt hat. Männer, die danach gemerkt haben, welch Riesenfehler sie gemacht haben, haben sich zu besseren Ehemännern entwickelt. Und Frauen, die ihren Männern verziehen haben, und die sich ein wenig mit den Gründen der – einmaligen – Untreue auseindander gesetzt hatten, sind zu besseren Ehefrauen geworden. In diesen Fällen hat der Seitensprung auf lange Sicht der Ehe nicht geschadet. Welche Schritte aber zu der Wiedervereinigung geführt haben, und warum man diese auch in der richtigen Reihenfolge beschreiten muss, steht in Hans Georg Birkenfelds “Aus und Vorbei? Noch lange nicht!”